Sonntag, 25. März 2012

21.03.2012 Museen in Wellington

Aufgrund des schlechten Wetters habe ich heute zwei Museen besucht. Beide übrigens nehmen keinen Eintritt.

Zuerst habe ich das „Te Papa“ besucht. Es thematisiert die Geschichte und Gegenwarts Neuseelands und bietet viele außergewöhnliche interaktive Möglichkeiten. Ich habe mir den Luxus der Audio-Führung für 5 NZD geleistet. Dafür gibt es einen Kopfhörer und zu einigen Artefakten Kommentare auf Deutsch. Im Restaurant dort habe ich auch zu Mittag gegessen und mir später noch ein Stück Kuchen geleistet. Tolles Museum, sehr breit gefächert, von der Entstehung der Insel Neuseeland über alle möglichen Katastrophen durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis, die urzeitlichen Lebewesen und der Tier- und Pflanzenwelt heute, die Maoris und die ersten europäischen Einwanderer. Wirklich toll gemacht, da stört ein Regentag gar nicht. Ganz oben gab es noch eine Kunstausstellung, die ich mir aber geschenkt habe.





www.tepapa.govt.nz

Anschließend bin ich ins Museum of Wellington City & Sea gegangen. Hier geht es insbesondere um Wellington und seine Geschichte. Dazu gehören auch einige wirklich tragische Katastrophen auf See. Für mich natürlich besonders interessant.



www.museumwellington.org.nz

Da die Museen gegen 17:00 Uhr schliessen, bin ich dann noch ein wenig bummeln gegangen und habe mir ein paar heruntergesetzte Sandalen geleistet.

Auf dem Rückweg zum Stellplatz gab es dann diese Eindrücke:

20.03.2012 Utiku – Feilding – Asthurst – Woodville - Masterton – Upper Hut - Wellington

Hier die morgendliche Aussicht des Übernachtungsplatzes:

Es regnet und stürmt immer noch. Deswegen entscheide ich mich dazu, heute bereits nach Wellington zu fahren. Sinnloserweise verlasse ich den direkten Weg und versuche mein Glück auf einer östlicheren Route über die 54, 3 und 2, die viel länger, dafür aber eigentlich schöner ist. Nur habe ich wegen des Wetters überhaupt nichts davon. Es geht zwar mehrmals hoch hinaus, aber oben ist alles wolkenverhangen und die Sicht miserabel.

Gegen Nachmittag erreiche ich Wellington. Der Motorpark direkt in der Stadt kostet 50 NZD, die haben wohl nicht alle Tassen im Schrank. Aber auch das normale Parken mit 3,50 NZD je Stunde ist kein Schnäppchen. Glücklicherweise verlässt gerade ein freundlicher Kiwi seinen Parkplatz und überlässt mir sein Tagesticket, so dass ich die nächsten 3 Stunden kostenlos parken kann.




So kann ich bei strömendem Regen in der City bummeln gehen und den Visitorcenter aufsuchen. Dort erfahre ich, wo man kostenlos parken und übernachten kann. Der Platz ist nur gut 30 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt.

Im Hafen liegt der Kreuzfahrer „The World“. Meiner Meinung nach ist dies kein üblicher Passagierdampfer, sondern Leute mit zuviel Geld haben auf dem Kahn Kajüten gekauft und finanzieren auch den ganzen Unterhalt. Ganz sicher bin ich mir aber nicht.



Nach einem kurzen Besuch in der Central-Library fahre ich dann zu meinem Übernachtungsplatz. Dort treffe ich auf Phillip aus Lüneburg, 18 Jahre jung, der sich schon seit 9 Monaten im Land aufhält und seine Reise durch work und travel finanziert.

19.03.2012 Tongariro - Ohakune – Waiouru – Taihape – Utiku (SH1)

Zuerst bin ich mal so weit wie möglich nach oben gefahren, ins Ski-Dorf. Da ist natürlich um diese Jahreszeit nichts los, aber wo ich schon mal in der Nähe war, kann man mal gucken. Es ist leider ein Regentag und die Aussicht ist entsprechend trübe.


Wieder zurück im Village mache ich einen  knapp 2 stündigen Loop-Walk zu den Taranaki Falls. Der Rundgang ist schön, der Wasserfall sehenswert und der Fluß hat so klares Wasser, dass ich es trinke. Glücklicherweise ist es die meiste Zeit trocken.




Auf der Fahrt zurück auf die 4 liegen noch die Tawhai Falls, die auch auch noch schnell besichtige.



Dann geht es auf der 4 Richtung Süden, bis links die 49 nach Ohakune abzweigt. In Ohakune lege ich einen Stop ein, buche die Fährfahrt von Wellington nach Picton für den 22.03., suche die Library auf und verproviantiere ein wenig. Anschließend fahre ich wieder von Süden kommend in den Tongariro National Park, um – natürlich – einen Wasserfall zu besichtigen. Leider liegen die Mangawhero Falls 2 km abseits der Straße, so dass ein erneuter Fußmarsch notwendig ist. Blöderweise hat es sich eingeregnet und zudem stürmt es auch noch.

Als ich wieder beim Auto ankomme, bin ich klitschnaß. Aber was tut man nicht alles, um die angeblich mit 39 Meter höchsten Wasserfälle der Nordinsel zu sehen.

Weiter geht es auf der 49, bis diese bei Waiouro auf die 1 trifft. Auf dieser geht es dann eine ganze Weile Richtung Süden, bis ich aufgrund des Sturmes, Regens und der Dunkelheit keinen Bock mehr habe und ich einen Rastplatz ansteuere. Hier übernachte ich.

Montag, 19. März 2012

18.03.2012 The Tongariro Alpine Crossing

Hierbei handelt es sich um einen 19,4 km langen Track, one of the best one day hikes in the world. Ich breche früh auf und bin morgens um 7:00 Uhr schon auf dem Weg zum Ausgangspunkt des Tracks. Leider ist das Wetter nicht so toll, es gibt viele tiefhängende Wolken. Dort angekommen, frühstücke ich erstmal. Währenddessen kommen 6-8 Reisebusladungen mit Menschen an, die auch alle diesen Marsch machen wollen.

Um 8:15 Uhr breche ich dann auf, verproviantiert für den ganzen Tag. Die ersten 2 Stunden ist die Sicht noch ganz in Ordnung.



Ab dem South Crater auf 1.660 Meter Höhe, dort wo die Tour hinsichtlich der Aussichten interessant wird, zieht es sich allerdings schnell zu.

Ich gehe noch bis zum Red Crater auf 1.900 Meter Höhe, dann drehe ich kurz nach der halben Strecke das erste Mal um. Da es sich aber wieder etwas aufklart, kehre ich wieder um und gehe wieder zum Red Crater.

Gleich anschließend trifft man auf die Emerald Lakes, die eine ganz außergewöhnliche Wasserfarbe haben und somit einen tollen Kontrast zu dem umliegenden grau geben.


Weiter geht es zum Blue Lake, aber das Wetter verschlechtert sich wieder.

Hier, noch 2/3 der Strecke, wollte ich sowieso umdrehen, weil ich mich nicht von irgendeinem Bus-Shuttle zurück abhängig machen möchte und das letzte drittle der Strecke sowieso weniger spektakulär sein soll.



Gegen 15:00 Uhr bin ich wieder beim Auto, ca. 23 km habe ich zurück gelegt und bin ganz schön erledigt. Diesmal brauche ich eine heiße Dusche, deswegen entscheide ich mich für den Holiday Park im Whakapapa Village. Die Anlage ist schön, die Übernachtung kostet 19 NZD inkl. Strom.

17.03.2012 Huka Falls – Taupo –Turangi – TongariroNational Park

Nachdem ich ganz alleine an diesem herrlichen Ort übernachtet habe, kommen morgens ganze Busladungen von Touris hier an. Ich mache mich nach dem Frühstück zu Fuß zum „Craters of the Moon“ auf. Leider verliert sich der anfangs ausgeschilderte Walk unterwegs auf Mountainbike-Tracks, so dass ich ziemlich lange brauche, um dort anzukommen. Der Besuch und die 6 NZD Eintritt lohnen aber; überall steigt Dampf aus der Erde. Es gibt einen 45-Minuten Rundweg und überall sind Löcher im Boden aus denen es raucht. Komisches Gefühl, hier rumzulaufen.



Anschließend gehe ich direkt zum Auto und fahre nach Taupo.

Dort decke ich mich mit Lebensmitteln ein, tanke und gehe in ein Cafe mit Free WiFi. Weiter geht es am Ufer des Lake Taupo entlang Richtung Süden bis nach Turangi. Von hier aus nehme ich die 47 in den Tongariro National Park. Auf dem Weg gibt es noch einen tollen Lookout.

Auf dem Mangahuia Campground übernachte ich. Der Platz ist voll, alle machen hier halt, um im Nationalpark zu wandern.

16.03.2012 Rotorua – Huka Falls

Fast wäre es mir nicht aufgefallen, aber am 16. eines jeden Monats ist schon wieder ein Reisemonat um. 4 Monate bin ich jetzt unterwegs, 3 habe ich noch. Wie die Zeit vergeht!

Der Morgen beginnt für mich sehr überraschend, denn Ingrid macht sich spontan davon, ohne Frühstück und große Erklärung.

Ich fahre nach dem Frühstück wieder nach Rotorua und lasse mir ein Kabel löten, wie ich es mir vorstelle. Anschließend buche ich für 43 NZD im Visitorcenter eine Gondel- und 5 Luge-Fahrten am Mt. Ngantaka westlich von Rotorua. Dann suche ich Mc Donald’s auf um ins Internet zu kommen. Weit komme ich nicht, da ist schon das Datenvolumen erreicht. Mit Picasa und Blog stösst man ganz schnell an solche Grenzen.

Also auf zum Berg.  Ich weiß nicht, was auf der Homepage von Skyline ist, aber sie lautet www.skyline.co.nz . Die Gondelfahrt ist wenig spektakulär,




das Luge-Fahren macht aber richtig Spaß. Mit einem 3-rädrigen Kart fährt man verschiedene Bahnen den Berg in Serpentinen runter, Antrieb ist einzig die Schwerkraft. Die Dinger sind lenk- und bremsbar und vor scharfen Kurven ist ein wenig bremsen auch erforderlich. Aber insbesondere die Advantage-Bahn bietet neben einer Menge Speed auch eine kleine Sprungrampe über eine Kuppe. Nach jeder Fahrt lässt man sich von einem Skilift wieder nach oben bringen, um dann wieder runter zu sausen. Kann ich wirklich empfehlen, ist nicht gefährlich und kann von jung und alt gemacht werden.

Kurz nach 16:00 Uhr breche ich nach Süden Richtung Taupo auf. Bis ganz nach Taupo schaffe ich es nicht mehr, ich erreiche gerade noch den Parkplatz der Huka-Falls, auf dem ich dann eingeschlossen werde. Stört mich nicht, bleibe ich eben über Nacht hier.



15.03.2012 Ohope – Rotorua

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Meerblick geht es zwecks Tanken bzw. Leeren des Abwassertanks nach Whakatane und dann nach Rotorua. Ingrid kommt mit und fährt mir hinterher. In Rotorua angekommen suchen wir das Visitorcenter auf, trinken im Lime einen Kaffee und werfen einen Blick auf den See.

Ich bin noch auf der Suche nach einem Anschluss meines Inverters an die Zweitbatterie, werde aber immer zu den falschen Firmen geschickt. Am Spätnachmittag kaufen wir dann fürs Abendessen ein und machen uns auf den Weg zu einem Motorpark ca. 10 km vom Zentrum entfernt, den wir bereits auf der Hinfahrt ausgekundschaftet haben. Ich will mal den BBQ ausprobieren, den ich im Auto habe. Es stellt sich heraus, dass das Ding nicht genug auf Temperatur kommt, um Fleisch zu braten.

Nach dem Abwasch mache ich mich auf die Suche nach dem Laundry-Room und treffe dabei auf ein englisches Pärchen, dass ich auf den Fidschis kennengelernt habe und die zufällig auch auf diesem Campingplatz gastieren. Aus dem Waschen wird nichts, weil der Waschraum um 22:00 Uhr abgeschlossen wird.